Live und in Farbe: Das 32. Musikfest Bremen

Endlich wieder live! Beim Musikfest Bremen (Leitung: Intendant Prof. Thomas Albert) boten 47 Konzerte vom 28. August bis zum 18. September Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart in Bremen, Bremerhaven und ausgewählten Spielstätten im Nordwesten.

Der Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ am 28. August präsentierte auch in diesem Jahr einen spannenden Mix aus Stilen, Epochen und Genres: An neun Spielstätten rund um den illuminierten Marktplatz fanden je neun Konzerte à 60 Minuten zeitversetzt in zwei Zeitschienen statt. An diesem Abend gaben das Orchester Les Siècles mit der Sopranistin Sabine Devieilhe unter Leitung von François-Xavier Roth, das Dunedin ConsortThe Gesualdo SixEuropa Galante und Fabio Biondi, das franz ensemble, Cellist Nicolas Altstaedt, das Shalosh Trio, die Band Electro Deluxe und das Janoska Ensemble den Startschuss für drei packende Festivalwochen.

Highlights der diesjährigen Festivaledition waren unter anderem: der Klavierabend mit Daniil Trifonov  und die „Franko-flämische Vokalnacht“ als Wandelkonzert in drei verschiedenen Kirchen mit The Tallis Scholars. Das Strauss/Tschaikowsky-Programm „Alles Liebe“ mit Diana Damrau, der DeutscheKammerphilharmonie Bremen und Jérémie Rhorer sowie das multimediale „Pastoral for the Planet“-Projekt rund um Beethovens „Pastorale“-Sinfonie von Carlus Padrissaund seinem Künstlerkollektiv La Fura dels Baus. Das Programm „Orfeo son io“ mit Rolando VillazónChristina Pluhar und L’Arpeggiata sowie Gastspiele des diesjährigen Musikfest-Preisträgers Philippe Herreweghe mit dem Collegium Vocale Gent und dem Orchestre des Champs-Elysées. Das Abschlusskonzert gestalteten Teodor Currentzis und das SWR SymphonieorchesterMartin Grubinger brachte am auf dem Bremer Marktplatz Open Air Iannis Xenakis‘ „Pleïades“ zur Aufführung.  

Drei Musikfest Bremen Ateliers fanden als einwöchige Werkstätten für junge Musikerinnen und Musiker unter der Leitung angesehener Dozenten und Dozentinnen statt. Alfredo Bernardini widmete sich in „Katharinas Hofmusik III“ Kammermusik aus der Zeit der Zarin. Michael League vermittelte dem Orchester Jong Metropole das Musikverständnis seiner Formationen Snarky Puppy und Bokanté, Wim Becu und Oltremontano Antwerpen teilten neue Erkenntnisse zu Nachbauten historischer Instrumente und ihrer Repertoires im Zusammenhang mit einem Tafelbild des flämischen Meisters Hans Memling.