Genevieve

„Ohne Fantasie keine Kunst“, hat der Pianist und Komponist Franz Liszt (1811 – 1886) erkannt und gefordert. Ein Leitspruch, eine Erkenntnis, die auch die künstlerische Weltsicht der Schweizer Pianistin Genevieve bestimmt. Die Begeisterung für Liszts Klaviermusik prägt ihr Repertoire. Immer wieder ist diese Musik ein zentraler Aspekt ihrer Programme, auch ihre erste CD beschäftigte sich mit Liszts Kompositionen. Besonders angetan haben es ihr die Raritäten. Doch von Spezialistinnen-Denken und Schubladen-Dasein ist Genevieve weit entfernt. Sie ist begeistert von Romantikern und kann Klassiker wie Bach, Mozart oder Beethoven durch Liszts Bearbeitungen neu und anders entdecken und interpretieren. Weitere Informationen unter https://www.genevievepiano.com

Florian Heinisch, Klavier

 „Ich möchte nicht nur schöne Konzerte spielen, sondern mit jedem Konzert auch mehr Frieden, Empathie und Schönheit in die Welt bringen.“ (Florian Heinisch)

Florian Heinisch, 1990 in Bachs Geburtsstadt Eisenach zur Welt gekommen, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierunterricht. Sein außergewöhnliches Talent hat der Pianist von seiner Großmutter Barbara Heinisch, die – damals eine Seltenheit – als Organistin tätig war.

Florian Heinisch gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten Deutschlands: „Unglaubliches Potenzial“, „grandios und technisch brillant“ (Hamburger Abendblatt), „Unvergesslicher Abend“ (Süddeutsche Zeitung), „hochvirtuos und beeindruckend“ (Lübecker Nachrichten) war über seine Konzerte in der Presse zu lesen.

Der Pianist konzipiert mit Vorliebe außergewöhnliche Konzertprogramme aus Werken des „klassischen Repertoires“ und Neuer Musik. Sein umfassendes Verständnis für Werke zeitgenössischer Komponisten vertiefte er 2005 bis 2009 durch Kompositionsunterricht bei Johannes Schlecht. Gern arbeitet er eng mit den jeweiligen Komponisten bei der Entstehung ihrer Werke zusammen. So widmete ihm beispielsweise Sidney Corbett das Stück „Postscript“ auf seiner gleichnamigen CD. Diese intensive Zusammenarbeit beeinflusst nachhaltig die Interpretation traditioneller Werke: Aus der Sicht von Florian Heinisch gleicht das Klavierspiel eher einer Improvisation als der reinen Wiedergabe eines Notentextes, entgegen einer häufig verkürzten Art der Wahrnehmung gibt es für ihn keine absolute Interpretationswahrheit. Seine Herangehensweise bezieht sich auf die Perspektive des Komponisten. In seinen Konzertprogrammen finden sich nicht selten Komponistennamen wie Ives, Schönberg, Ligeti und Ruzicka.

Große Aufmerksamkeit erspielte sich Florian Heinisch mit dem „Ungespielten Konzert“ in Gedenken an den „Wunderpianisten“ (Die Zeit) Karlrobert Kreiten, der 1943 vor seinem Konzert in Heidelberg von der Gestapo verhaftet und anschließend ermordet wurde. Er war bereits in namhaften Konzertsälen wie der Wigmore Hall, der Tonhalle Düsseldorf, dem Konzerthaus Berlin, der Laeiszhalle und dem Concertgebouw Amsterdam zu Gast und gemeinsam mit dem irakischen Cellisten Karim Wasfi in der Deutschen Botschaft in Bagdad. 2019 gab er sein umjubeltes Debütkonzert in der Hamburger Elbphilharmonie und spielte unter der Leitung von Kent Nagano Mozarts Klavierkonzert KV 414. Es folgten u.a. Einladungen zu renommierten Festivals wie den Musikfestspielen Usedom, wo er gemeinsam mit dem Bariton Konstantin Krimmel Beethoven-Lieder interpretierte oder Palermo Classica, wo er unter Corona-Bedingungen zwei Mal hintereinander Beethovens virtuoses Klavierkonzert Nr. 4 zum Besten gab. Der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen sind u.a. Konzerte wie das a-Moll Klavierkonzert von Grieg oder in der Reihe „Winners and Masters“ im Gasteig München die Uraufführung seiner eigenen Komposition „Chimères“. Geplant war auch die Rückkehr an seinen Heimatort Eisenach auf die Wartburg, Weltkulturerbe der Unesco, mit einem Konzert mit Werken von J.S. Bach, C.P.E. Bach, Liszt und Beethoven übertragen von Deutschlandradio.

Als Hommage an Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag 2020 weltweit gefeiert werden sollte, hat Florian Heinisch unter dem Titel Beethoven – „An die unsterbliche Geliebte“ ein reines Beethoven-Programm konzipiert, das vielerorts sehr erfolgreich aufgeführt wurde, darunter auch Paris, Salle Cortot. Das Programm, das unter anderem die „Hammerklaviersonate“ enthält, ist im März 2020 auf CD erschienen.

Von 2010 bis 2014 studierte Florian Heinisch Klavier an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei Dietmar Nawroth und Gerald Fauth, anschließend bei Sontraud Speidel in Karlsruhe. Meisterkurse bei renommierten Pianisten ergänzen seine Studien. Beeindruckt von seiner außergewöhnlichen Improvisationsfähigkeit studierte er auf dessen Einladung ein Jahr beim New Yorker Jazzpianisten Richard Beirach.

Florian Heinisch ist Preisträger hochrangiger Wettbewerbe, u.a. des Internationalen Grotrian-Steinweg-Wettbewerbs Braunschweig und des Kleinen Schumann-Wettbewerbs sowie des Bachwettbewerbs Köthen und des Internationalen Steinway Klavierwettbewerbs. Er erhielt Förderstipendien zur Unterstützung hochbegabter Kinder und Jugendlicher im Freistaat Thüringen und wird vom Hamburger Reisexperten ORYZA unterstützt.

Weitere Informationen unter www.florianheinisch.com.

Stand: November 2020

 

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